Fend Vierfarbkugelschreiber- und Buntstifte

Fend Norma, Fend Super-Norma, Fend Mehrfarbstifte

Stand: 26.03.2026


Errungenschaften von der Firma Gebrüder Fend aus Pforzheim

  • Der erfolgreichste deutsche Mehrfarbstifthersteller.
  • Verbreitung der Sperrhülsenautomatik über alle Welt.
  • Hersteller des dünnsten Vierfarbkugelschreibers der Welt (8.1mm OD).
  • Hersteller des ersten Vierfarbstiftes von Montblanc im Jahre 1929.
Nicht zu verwechseln mit Fritz Fend und seiner Automobilfirma aus Rosenheim/München. Hier geht es um die Fends aus Pforzheim.

Geschichte der Firma

Mit besonderem Bezug auf Mehrfarbstifte

Am 1. Mai 1900 wurde die Firma Gebr. Fend Crayonsfabrik in Pforzheim in der Weiherstraße Nr. 26 von den Brüdern Georg und Karl Fend gegründet.
Während Georg ein Geschäftsmann war, spezialisierte Karl sich als gelernter Bleistiftmacher im Technischen. Und so machten sie mit nur wenigen Tausend Mark ihre eigene Fabrik für Metallstifte auf.

Das erste nachweisbare Produkt der Fabrik sind Fallstifte, angemeldet im Jahr 1901.
Es folgten eigene Drehbleistifte, Füllfederhalter, als auch Kombinationen aus Füllfederhalter und Drehbleistiften.
Sie bestanden aus edlen wie auch unedlen Metallen, und zumindest 1910 sind auch die Materialien Galalith und Hartgummi belegt.

1905 stieß Goldschmied Heinrich Fend dazu.
Am 15.9.1905 gingen Georg und Karl eine offene Handelsgesellschaft ein, in welche später auch Heinrich eintrat.

1909 wurde eine Zweigniederlassung in Nürnberg gegründet. Für diese wurde Oskar Härpfer, selbst Erfinder und Fabrikant von mechanischen Bleistiften, Prokura erteilt.
Gustav Fend, ursprünglich Maler, leitete die Filiale in Nürnberg. 1912 trat auch er nun in die Firma ein.

Neben Schreibinstrumenten wurde auch eine Produktpalette an Gebrauchsgegenständen aufgebaut. Diese reichten von Artikeln zur Schönheits- und Körperpflege, wie Zahnstochern, Kämmen, Puderdosen, Lippenstifthalter, hin zu Messern, Feuerzeugen und Thermometern.

Ihre unerlässliche Mühen und nebenbei auch die finanzielle Unterstützung durch die Pforzheimer Bank Greb & Frühauf verhalfen der Firma schnell zu großem Erfolg.
Mehrfach mussten sie aus Kapazitätsgründen umziehen, so befanden sie sich später auch in der Dillsteiner Straße, in der Kiehnlestraße, und der Enzstraße, wo sie bereits 120 Mitarbeiter (vor 1918) beschäftigen konnten.

Noch vor dem 1. Weltkrieg ließ sich die Firma Fend bereits mehrfach im Ausland nieder; In Frankreich (Paris), der Schweiz (Wien) und Italien (Mailand).
Doch die Hauptabnehmer zu dieser Zeit waren neben Südeuropa auch Südamerika und Russland. Deutschland spielte eine untergeordnete Rolle.

1918 nach dem Krieg wurde Carl Jaißle, Kaufmann, zum Teilhaber der Firma und leitete die Exportabteilung.
Es wurde eine Verkaufsstelle in Birkenfeld bei Pforzheim errichtet, in der allein 100 Personen arbeiteten.

Am 30. Juni 1922 wurde eine neue Fabrik am Leopoldsplatz Pforzheim für 1.300.000M erworben. Diese entsprach den Lgb. 153, 154e und 155.
1923 wurde die Fabrik am Leopoldplatz in der Westliche 66/70 in Betrieb genommen.
In diesem Jahr gehen Karl, Georg und Heinrich Fend einen Gesellschaftsvertrag ein. Die Firma Gebr. Fend Crayonsfabrik wird zu einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (G. m. b. H.) mit allen dreien als Geschäftsführern. Das Stammkapital betrug 6.300.000M.
Desweiteren erhielt Carl Jaißle die Prokura.

Im Folgejahr wurde die OHG als aufgelöst bekanntgemacht.

1929 markiert das Jahr des ersten patentierten Mehrfarbstifts von Fend.
Diesen stellen sie als Werbestift her, doch schaffen es auch, Montblanc für ihre Erfindung zu begeistern, welche den Fend-Stift im selben Jahr als ersten Mehrfarbstift in der Geschichte Montblancs in einer 2- und 4-Farbvariante in ihr Sortiment aufnehmen.

Bis 1930 hielt die Firma Fend allen Krisen dank guter Auslandsgeschäfte stand. Allerdings die Weltwirtschaftskrise nicht, aufgrund derer in diesem Jahr Entlassungen vorgenommen werden mussten.
Ein Vierfarbstift schuf neue Hoffnung für die Firma: Der Fend Norma, patentiert vom berühmten Erfinder Albert Hirth im Dezember desselben Jahres 1930.
Albert Hirth war zu diesem Zeitpunkt bereits 72 Jahre alt und verstarb nur 4 Jahre später. Es war seine letzte Erfindung.
Eine Vermutung ist, dass Hirth Fend die Lizenz zur Herstellung verkaufte unter der Bedingung, dass seine Firma "Albert-Hirth-AG" die nötigen Spezialmaschinen liefern solle.

Es wird hin und wieder im Netz behauptet, Albert Hirth hätte den Vierfarbstift generell erfunden.
Doch spezifisch Vierfarbstifte gab es schon Jahrzehnte zuvor, und die Ursprünge von Mehrfarbstiften an sich liegen wohl im viktorianischen Zeitalter Englands, auch wenn man sich dann über die Definition eines Mehrfarbstifts streiten kann.

Der Aufbau des Fend/Hirth Norma war sehr simpel:
Beim Herunterschieben des Minenhalter-Schiebers schnappt eine Zunge in eine Öffnung unterhalb des Schieberschlitzes ein, die den Minenhalter in Schreibposition hält. Die Rastöffnung liegt nahe der Schreiböffnung, wodurch es dem Bediener möglich ist, mit der den Stift haltenden Hand ohne großes Umgreifen die Zunge einzudrücken, wodurch der Minenhalter durch eine Druckfeder wieder in den Stift zurückgefahren wird.

Die Marke 'Norma' wurde unter der Firma Fend, nicht von Albert Hirth, 1931 eingetragen.

Es wird angenommen, dass der Name 'Norma' von Hirths gleichnamiger Kugellagerfabrik stammen könnte. Der Name befand sich wie bei Stiften üblich meist auf dem Klipp.
Statt 'Norma' finden sich auf dem Klipp im Ausland die Namen 'Colorgraph' (Italien), 'Turna' (Großbritannien) und 'Dictator' (Schweiz).
Innerhalb Deutschlands wurden auch Versionen mit den Namen 'Stöffhaas' und 'Goldfink' für die gleichnamigen Schreibwarengeschäfte hergestellt.

Sehr wahrscheinlich am Fend Norma orientiert stellte die "Norma Multikolor" aus den USA ihre eigene Version her, welche dort 1935 von Hans Maucher (USA) patentiert wurde.

Hellmuth Hirth, einer Alberts Söhne, verschenkte 1936 zur Feier des tausendsten "HM 60" (HM = Hirth-Motor) den ältesten Mitarbeitern seiner Firma "Hirth-Motoren GmbH Stuttgart Zuffenhausen" einen silbernen Fend Norma.
Einen weiteren Stift spendierte besagte Firma der angemessen kleinen Anzahl an Teilnehmern des "Schwabenflug 1937" vom 29. Mai 1937. Diese war eine regionale, mehrtägige Flugveranstaltung, welche seit 1909 bestand und vom Aeroclub Baden-Württemberg veranstaltet wurde, dessen wichtigster Förderer zu jener Zeit Albert Hirths anderer Sohn, der Flugpionier Wolf Hirth, war.

1932 starb Gustav Fend.

Aufbauend auf dem Norma folgte 1936 mit dem von Kurt Fend erfundenen
Super Norma potentiell einer der größten Erfolge der Firmengeschichte: Die Sperrhülsenautomatik wurde erstmals in einem Mehrfarbstift zum einfachen Farbwechseln verbaut.
Sie erlaubte einen automatischen Rückzug des ausgefahrenen Minenträgers durch leichtes Herabschieben eines der anderen Schieber. Stifte mit einem solchen Mechanismus wurden häufig mit der Beschreibung "automatisch" oder "vollautomatisch" versehen.

In den zuvor erwähnten Verbreitungsländern des Norma zug nun auch der Super-Norma ein und verbreitete sich noch weiter.
In der Schweiz wurde der 'Dictator' passend zum Super-Dictator (angemeldet 1938 als Markennummer 93250).
In Frankreich wendete JIF mit dem Panta-Vierfarbkugelschreiber den Mechanismus an und in Italien beispielsweise Universal.
In Japan war es ein Stift der 'Kanoe Peace'-Reihe (die nicht nur aus Mehrfarbstiften bestand). Dieser wurde von Morita Metal (森田金属製作所) hergestellt, für den Belege der Nutzung der Fend-Patente existieren, Morita also Verbindung zu Fend aufgebaut haben müsste.
Auch Goldfink blieb Fend treu; Ein Goldfink Super-Norma war ein Geburtstagsgeschenk Adolf Hitlers an Friedrich Braun im Jahre 1944. Gerade in Anbetracht der angespannten Beziehung Hitlers und Brauns ist es bemerkenswert, dass ein Mehrfarbstift als ein gebührendes Geschenk gesehen wurde.
Verschiedene Fend-Stifte aus diesen Jahren, so auch manche Norma und Super-Norma, trugen synthetische Steine von I.G. Farben.

Ebenfalls 1936 wurde die Firma Fend zur Kommanditgesellschaft. Zu dieser Zeit beschäftigte Fend fast 500 Mitarbeiter.
Zwischen 1936 und 1938 traten die Gründer Georg und Karl zurück und übergaben die Firma an Kurt Fend und Carl Jaißle.
Zum 2.2.1939 schied Heinrich Fend als haftender Gesellschafter aus.

1941 ist erstmals eine Berliner Niederlassung belegt. Diese befand sich in SW68, Schützenstraße 31, und wurde von Wilhelm Ley vertreten. 1943 bestand sie noch.

1944 starb Heinrich Fend.

Am 23. Februar 1945 wurde die Fabrik der Gebrüder Fend in Pforzheim zerstört.
Die Niederlassung in Mailand fiel auch dem Krieg zum Opfer.
Georg Fend starb wenige Tage später durch den Fliegerangriff am Kupferhammer (Pforzheims) am 4. März 1945.
Karl Fend starb an schwerer Krankheit Herbst 1945.
Somit waren alle vier Brüder Fend verstorben.

Trotz alldessem entschlossen sich Kurt Fend und Carl Jaißle, in einer gemieteten umgebauten Turnhalle in Huchenfeld die Produktion wieder aufzubauen. Das kaufmännische Büro richtete man in der Simmlerstraße ein.
Da die Maschinen aber erst wieder gebaut, repariert und beschafft werden mussten, konnte die Produktion von Mehrfarbstiften für mindestens 3 Jahre nicht wieder wie früher angefahren werden.
Die weiterhin große Nachfrage auch aus dem Ausland konnte nicht mit den alten spärlichen Lagerbeständen befriedigt werden.
So kam es, dass sich in den Jahren nach 1945 in Ländern wie der Schweiz, Frankreich, Spanien und Portugal Nachahmer an die Reproduktion der Mehrfarbstifte Fends machten.

Ab 1948 stand die Produktion aber wieder und zu diesem Jahr waren in der neuen Fabrik 160 Personen beschäftigt.
Zum Sortiment kamen neu einfarbige und mehrfarbige Kugelschreiber hinzu. Wie auch bei anderen Herstellern war die Umstellung auf Kugelschreiber nicht abrupt und eine Zeit lang wurden dieselben Modelle (z.B. Super-Norma) in Buntstift- als auch Kugelschreiberversion hergestellt.

Am 1. Mai 1950 trat Carl Fend in die Geschäftsführung ein, nachdem er bereits 1948 zum Komplementär geworden war und in der Vergangenheit als Prokurist und Außendienstkaufmann bereits für die Firma tätig gewesen war.
Nun kümmerte er sich aber um das Inlandsgeschäft, während Jaißle das Auslandsgeschäft übernahm.
1950 wurde auch Karl Eberhard Fend zum Teilhaber, nachdem er 1949 aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt war .
In diesem Jahr waren 50% der Fabrikation für den Export bestimmt.

Mit dem Neuanfang der Firma kam auch ein neues Design für ihre Schreibgeräte. Die Kappen verloren ihre aufeinandergeschachtelte Form, und die Klipps wurden eckiger. In diesem Jahrzehnt fing Fend an, das alte Kursivschrift-Logo parallel mit einem schlichten 'FEND' in Großbuchstaben zu nutzen.

1954 betrug die Mitarbeiteranzahl über 200 und man beschloss den Umzug zurück nach Pforzheim in die Gymnasiumstraße 79, wofür ihnen zwischen dem 1. und 7. Juni 1954 die Baugenehmigung erteilt wurde.
Anfang des Jahres 1955 konnte das eindrucksvolle Gebäude dank moderner Schnellbaumethoden bereits bezogen werden.
Es handelte sich um ein fünfstöckiges Hauptgebäude von 53x12 Metern, einem dreistöckigen Hinterhaus von 36x12 Metern und eine Glashalle von 36 Meter Länge, welche für die schweren, vibrationsreichen Maschinen gedacht war. Für den Luftschutz konzipierte Fasetten-Kastenträger machten säulenfreie Hallen im Hauptgebäude möglich.

Nur 2 Jahre später verstarben Carl Fend sowie Carl Jaißle, worauf Karl Eberhard die kaufmännische Leitung vollends übernahm.

Um 1958 war ein Drittel der Produktion für das Ausland bestimmt, es wurde in die USA, Ostasien, Afrika und Europa exportiert. Damit war das Inlandsgeschäft im Vergleich zu Vorkriegszeiten wohl präsenter geworden.

In diesen Jahren bekam Fend seine erste und letzte große Umgestaltung. Außerdem bewegte man sich mehr und mehr von Pappschachteln hin zu solchen aus Kunststoff.
Es wurde der Sichtwahlkugelschreiber eingeführt, dessen Farbauswahl man mit der Neigung des Stiftes bestimmte.
Kurt Fend hatte schon 20 Jahre früher einen solchen Mechanismus erfunden, der sich aber deutlich vom fertigen Produkt unterschied.
Es lässt sich spekulieren, dass sowohl der Krieg als auch zusätzlich benötigte Entwicklungszeit Gründe für die lange Zeit zwischen Patent und Produkt gewesen sein könnten.

Um 1960 dürften Carl-Jürgen Fend, Werkzeugmacher, und Dieter Wolfgang Fend, Kaufmann, bei der Firma formal eingestiegen sein. 1960 tauchten beide noch nicht im Adressbuch auf, 1965 dann beide zusammen.
Carl-Jürgen war Anfang Zwanzig, und Dieter dürfte es auch gewesen sein. Die Verwandtschaftsbeziehung ist noch nicht geklärt.

Anfang der 1960er Jahre baute man die Werbung noch weiter aus und meldete einige neue Marken an. Einige davon hatten einen französischen Klang, was entweder generell gut klingen sollte, oder sie versuchten sich vielleicht intensiver auf dem französischen Markt.
Eine Kombination aus Kugelschreiber und Schiebelehre wurde eingeführt. Dieser Kombinationsstift wurde als Teil der Truxa-Reihe verkauft.
Man hatte sich wahrscheinlich Rechte vom Design des flachen Drehbleistifts der Kanoe-Peace-Reihe bei Morita Metal eingeholt.

Doch das alles schien zwecklos, denn etwa zur Mitte der 1960er Jahre begann das Geschäft, erstmals seit der Weltwirtschaftskrise, erneut einzubrechen.
Die Gründe dazu sind noch unklar.

1972 wurde Fend zu Carl-Jürgen Fend GmbH, und ein Teil der bestehenden Marken wurden auf diese umgeschrieben, der Rest wurde gelöscht.
Dieter Wolfang und Carl-Jürgen beschlossen allem Anschein nach, das Fabrikgebäude zu schließen und die Produktion zu minimieren.
Im selben Jahr verließ Dieter Deutschland.
Carl-Jürgen führte die Firma als letzter Besitzer noch weiter, doch zu welchem Grad, ist noch unklar.

1976 verstarb Karl Eberhard Fend.

Der 2.8.1982 bezeichnet das 'offizielle' Ende des Fend Norma mit dem Auslaufen seiner Marke.

In den 90er Jahren bestand die Firma zwar noch, doch sie soll nur noch aus einem Mitarbeiter bestanden haben. Was noch hergestellt und vertrieben wurde, ist noch nicht bekannt.

Im Jahr 2000 wurde das erste und einzige Patent der Firma Carl-Jürgen Fend angemeldet. Es betraf eine Fortsetzung der bereits in den 1960er Jahren aufgekommenen Kombination von Kugelschreiber und Schiebelehre. Es wurden neben den zwei Grundfunktionen noch eine Tabelle, ein Profilmesser und ein Spannungsprüfer konzeptioniert. Letzterer schaffte es aber nicht ins realisierte Produkt.
Heute verkauft Cleo Skribent diesen sogenannten Messograf.
Wohlmöglich war der angedachte Name für den Messograf 'Messo-FAS', da diese 2002 die letzte angemeldete Marke der Firma war.

2002 lief der Markenschutz für 'Fend' nach Nichterneuerung automatisch aus.
Etwa hier, oder bereits früher, muss Carl-Jürgen dem Vorbild Dieters nach ausgewandert sein.

Am 05.07.2004 wurde die Carl-Jürgen Fend GmbH liquidiert.

Carl-Jürgen Fend verstarb 26.06.2024 mit 82 Jahren.

Die Firma Fend zeichnete sich auch durch eine große Werksverbundenheit aus: Unter anderem im Jahr 1937 und 1950 wurden Arbeiter für ihren langjährigen Dienst geehrt. So gab es 1950 einen Mitarbeiter mit 47-jähriger Dienstzeit.


Anmerkungen
  1. Heinrich war 1923 Teil der offenen Handelsgesellschaft, 1905 wurden aber nur Georg und Karl genannt.
    Eine Quelle spricht von 1907 statt 1905, aber auch hier fehlt der Beweis.
  2. Auch bei Gustav ist von 'der Firma beitreten' die Rede, deshalb erweckt es den Anschein, als müsse er wie auch Heinrich zum Teilhaber geworden sein. Doch dafür habe ich noch keinen Beleg gefunden. Desweiteren widerspricht eine Quelle dem Jahr 1912 und nennt 1917, nachdem Gustav Fend aus dem Krieg zurückgekehrt war.
  3. Nach Zahlungsschwierigkeiten und allerlei Vorwürfen der Veruntreuung und ähnlichem zerstritt sich Karl Fend 1915 mit der Bank. Die Information der finanziellen Hilfe stammt aus einem abblockenden Antwortschreiben der Bank, muss also dem Kontext entsprechend skeptisch gesehen werden.
  4. Laut Zeitungsartikel sei die Niederlassung im Ausland, so auch in Mailand, bereits vor dem 1. Weltkrieg geschehen.
    Erst später fiel sie aber erst durch den Eintrag zu 'Fratelli Fend di E. Fend' in Italiens Handelsregister und die Markeneintragung 'Fendograph' (1936) auf.
  5. Diese Information kann in 'Collectible Stars I' überprüft werden. Ich besitze das Buch nicht.
  6. Anderer Quelle nach kam Carl Fend erst 1949 'zurück'. Kann er trotzdem 1948 als Komplementär eingetragen worden sein?
  7. Möglichkeiten:
    1. Carl jr., Carl und Karl Eberhard kamen alle drei um 1949 aus der Kriegsgefangenschaft zurück, wobei Carl und Carl jr. 1950 beide in die Geschäftsführung eintraten, Karl Eberhard erst in 1957.
    2. Carl jr. war nie involviert und es gibt einen Fehler im Zeitungsartikel, in welchem von Carl jr. die Rede ist. Nur Karl Eberhard wird 1950 zum Teilhaber.
    3. Wie 2, nur dass Karl Eberhard erst 1957 zum Teilhaber wird, nachdem Carl Fend und Carl Jaißle verstorben waren.
    Wieso sollte man selektiv in der Buchquelle Carl jr. nicht erwähnen und im Zeitungsartikel Karl Eberhard nicht erwähnen? Carl jr. muss sehr jung gewesen sein, was zwar nicht der Kriegsgefangenschaft widerspricht, doch eine Teilhaberschaft unplausibel macht. Wissen Sie hierzu mehr?
  8. Wie erwähnt ist unklar, ob Karl Eberhard hier erst Teilhaber wurde und was die Rolle Carl juniors war (siehe andere Fußnote).
Fend Logo
Fend Marke 2 GF
Karl und Georg Fend
Die Gründer der Firma Fend
Fends erworbene Häuser
Ab 1922 wurde hier produziert. (Quelle: Stefan Wallrafen)
Erster Mehrfarbstift von Fend
1929: Der erste Mehrfarbstift von Fend und Montblanc.
Hirth
Albert Hirth
Fend Logo
Norma
Fend Norma.
Bild: Jan Schubert
Fend am 35. Jubiläum
Wohl Firmengründer (und andere) 1935
Kurt Fend
Kurt Fend, der Erfinder des Super Norma
Super-Norma
Fend Super-Norma
Bild: Jan Schubert
IGFarben-Schmuckstein-SuperNorma
Ein I.G.-Farben-Stein schmückt manche Fend-Stifte. Bild: Jan Schubert
IGFarben-Schmuckstein-SuperNorma
Bild: Jan Schubert
Fend Marke
Fend Marke
Fend Vision
Der wohl dünnste 4-Farben-Kugelschreiber
Vorgänger des Messograf
Vorgänger des Messograf. Bild: Jan Schubert
Cleo Skribent Messograf
Cleo Skribent Messograf

Stammbaum der Familie Fend

Bezogen auf die Fabrik Fend (anderes ist ausgelassen)

Dieses Bild ist meine Kreation und unvollständig. Ich freue mich über Korrekturen und Ergänzungen.